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FC Freisen 1920 e.V. - Legenden des Fußballs

Fußballlegenden in Freisen   

Guido Brill (Blacky)              

 

von Gerd Bonenberger
Vereinstreue, die im Profit orientierten Männerfußball nur noch die absolute Seltenheit ist,  gehört beim FC Freisen durchaus noch zur Tagesordnung. Ein schillerndes Beispiel für langjährige Vereinstreue ist Guido Brill,  der am 21. November 60 Jahre alt wird (!!!) und den man als Allrounder einsetzen konnte.
1959 in der D- Jugend angefangen, spielte Guido unter dem damaligen Trainer Josef Bernhard bis zur A-Jugend. Seine
fußballerische Karriere musste er wegen einer Ausbildung in  Ludwigshafen unterbrechen, fand aber in dieser Zeit immer wieder den Weg zu den Spielen ins heimische Freisen.  Der erste Schock kam, als sich Guido im Jugenddorf eine schwere Verletzung zuzog, das vorzeitige Ende seiner Fußballkarriere drohte.
Nach der  Lehre im Jahre 1968 wechselte er dann kurzfristig den Sport. Eine nicht minder gefährliche Karriere in  Bereich des Kampfsport (Karate) begann, die aber durchaus erfolgreich wurde. 1971 stand die Teilnahme bei der Saarlandmeisterschaft mit der Mannschaft an. Ein Jahr später der zweite Schock: Im Halbfinale gegen einen  gleichwertigen Gegner zog er sich erneut eine schwere Verletzung zu, doch der eisenharte Blacky  biss auf das damals noch feste Gebiss und kam sogar bis ins Finale, bei dem er aber während des Kampfes mit starken Schmerzen aufgeben musste. Nur noch einmal stand er 1973 bei der deutschen Meisterschaft für das Saarland auf der Matte, ehe er auch diesen Sport mit dem braunen Gürtel und dem 3 Dan aufgeben musste und später  als Spartenleiter Karate fungierte.
Natürlich gab es keine Langeweile für Guido, weil Sohn Marko recht erfolgreich in die Fußstapfen des Vaters  treten konnte. Als Jugendbetreuer stürzte sich Guido daher in das nächste Abenteuer, war für die Jungs ein Betreuer der Extraklasse, ja sogar Mentor, als die Pubertätszeit begann.
Ab 1977 war Blacky 20 Jahre Stadionsprecher des FC Freisen, bei Arbeiten am und um den Sportplatz  fast immer zur Stelle und brachte als Vorstandsmitglied unter Benno Becker neuen Schwung in den Laden. Anfang der 80`er Jahre zählte er zu den  Gründungsmitgliedern  der AH und spielte, wenn es die Zeit erlaubte, in der zweiten Mannschaft des FC Freisen.
Nach  41 Jahren Hörmann und im jetzigen Vorruhestand, lässt es Guido gemütlich angehen. Wäre da nicht Enkelkind Marvin. Leider widmet  dieser sich nicht ganz so dem runden Leder. Nicht auszudenken wäre da eine weitere  Karriere von Guido: Opa, Mentor  und Betreuer, der ganz viel Zeit für „Brill den vierten“ beim FC Freisen hätte.

              

 

2 Fragen an Guido:
1. Deine schönsten Erlebnisse beim FC Freisen:
Natürlich waren die Fußballjahre von Marko, gepaart mit seinen tollen Leistungen,  die schönsten Erlebnisse. „ Es schmerzt heute noch, das ich für Marko nicht mehr machen konnte. Er hätte eine großartige Fußballkarriere einschlagen können“, so der sichtlich gerührte Vater.
2. Was sagst du zur aktiven Mannschaft?
Es ist eine relativ junge Mannschaft, die hervorragend Fußball spielen kann. Ich würde der Mannschaft durchaus zutrauen, ohne Verletzungspech oben mitspielen zu können. Der Verein sollte diese Mannschaft unterstützen  und fördern. Außerdem wünsche ich mir, dass die beiden aktiven Mannschaften zusammen bleiben und die Kameradschaft pflegen, zum Wohle des gesamten Vereins.

 

 


 

Fußballlegenden in Freisen

August 2009:  Gulli (Spiller Rudi)

von Gerd Bonenberger

Gulli, das Rock-Stimmwunder, der oft mit seiner Art zu singen, röhren, sich auf der Bühne zu bewegen und seiner Körpersprache an Ian Gillan von Deep Purple erinnert. Rudi, das Sound und Fußball-Genie, spielte einen eigenwilligen, virtuosen Gitarren- und Fußballstil. Zu seiner Technik ist zu sagen, dass er als Fußballer, wie auch als Gitarrist, seinen Job noch kreativer, flinker und abwechslungsreicher gestaltete.

Bis zur A-Jugend spiele Rudi beim FC, ehe er 1984 den Wiedereinstieg in den aktiven Bereich wagte.
Er war der klassische Mittelstürmer, wenig laufen, aber im richtigen Moment sein Fußballzeitinstinkt einsetzen und die wichtigen Tore machen.
Mit dieser Fähigkeit entschied Gulli viele Spiele, komischerweise immer an der Freisener Kerb. Somit  war durch unseren Guru- Gulli, durch seinen „Dritte-Halbzeit- Gesang“ und die Bierkasten bis zur Decke, der Kirmesabend gerettet.

"Ein Bandscheibenvorfall verhinderte die Fußballkarriere, ansonsten würde ich jetzt immer noch in der Regionalliga spielen", so der 48-jährige Spieler.
Legendär sein Pokalauftritt in Göttelborn: Er kam, sah und siegte, natürlich mit einem Siegtreffer von Gulli.
Zur Zeit ist " Gulli-Gallagher" als Außendienstleiter beschäftigt, sucht seine Verwandtschaft mit Plantage in Zewen, und widmet sehr viel Freizeit seinem größten Hobby: dem Musik machen. Ob allein spielend oder in einer Band mit bekannten Rocklegenden ist Gulli ein Aushängeschild in der Musikszene.

Fragen an Spiller Rudi:


1: Wie war die Zeit beim F.C.Freisen?

Die Kameradschaft war Einzigartig! Mit Legenden wie Witti City M.; Manfred K.; Günter B. und Gerdche B. zu spielen, das war mehr als Fußball.

2: Wünsche an deinen ehemaligen Verein?

Den Aufstieg in die Verbandsliga. Natürlich auch, dass die jungen Spieler ohne Ausfallerscheinung genügend Durst und Stehvermögen beweisen. Wie wir früher.


Bilduntertitel: Gulli in gewohnter, gekrümmter Magen-Schmerz-Phase...


 



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