Chronik des FC Freisen

Die Gründungsjahre

Im Jahr 1920 machte der Bergmann Michel Keller den Anfang. Er stellte den ersten Fußball zur Verfügung und machte mit einigen Gleichgesinnten diese Sportart in Frei-sen populär. Ein Verein wurde gegründet und Martin Röhlinger zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Fußball war zu jener Zeit noch nicht in Klassen und Verbänden organisiert. Es wurden Freundschaftsspiele ausgetragen und Pokalturniere abgehalten. Die Spieler waren ganz auf sich gestellt und erhielten keinerlei Unterstützung. Die Auswärtsspiele wurden per Rad oder per pedes besucht. Es fehlten einheitliche Trikots, Stutzen und Schuhe, so dass man meist in schwarzen kurzen Hosen und weißem Trikot spielte. Der erste Sportplatz wurde in eigener Regie hinter dem Schulgebäude angelegt. Dort wurde bis 1958 gespielt. Zu Großkämpfen entwickelten sich packende Duelle mit dem Nachbarn aus Oberkirchen. Starke Auseinandersetzungen gab es mit Baumholder, Wiebelskirchen und Vertretungen aus den saarländischen Städten. Ende der dreißiger Jahre wurde eine Umorganisation der Fußballvereine vorgenom-men in der der Freisener Fußballverein in die Rheingau-Liga übernommen wurde wo er mit wechselndem Erfolg kämpfte. Während des zweiten Weltkriegs war kein geord-neter Spielbetrieb möglich. Viele gute Fussballer kehrten nicht mehr heim. Sie gaben ihr Leben fürs Vaterland und ruhen in fremder Erde. Ehre ihrem Andenken.

Die Nachkriegsjahre

Nach dem Krieg wurde neu begonnen. Lebensmittel, Bekleidung und Schuhe waren kontingentiert. Bälle, Schuhe und Trikots waren schwer zu beschaffen.Am 17.02.1946 fand in der Gastwirtschaft Jakob Becker die erste Mitgliederversamm-lung nach dem Krieg statt. In verhältnismäßig kurzer Zeit konnte eine Mannschaft zu-sammengestellt werden, die den Spielbetrieb im September des gleichen Jahres im Verband Mittelrhein, Kreisklasse 2, Staffel 1 des Kreises Birkenfeld , Obere Nahe, auf-nahm.In der Generalversammlung vom 02.02.1947 wurde der Sportverein (SV) in Fußball-Club (FC) umbenannt und Blau-Weiß als Vereinsfarbe festgelegt. Nach Eingliederung Freisens in das Saarland wurde der FC Freisen der Kreisklasse 1, Nordsaar zugeteilt.

Eine im Jahr 1949 gegründete Tischtennisabteilung musste auf-grund Spielermangel im Jahr 1955 wieder aufgelöst werden. Infolge der Erweiterung des Schulgebäudes Ende der fünfziger Jahre musste der Sportplatz von der Schulstrasse in den „Briehl“ verlegt werden. Da seinerzeit nur weni-ge Spieler ein Auto besaßen gingen Trainings–und Spielleistung stark zurück. Die Folge war der Abstieg in die B-Klasse schon im Jahr 1960. Zum Glück wurde dieser Sportplatz Industriegelände und von der Fa. Hörmann erworben
In der A-Klasse kämpfte die Mannschaft mit unterschiedlichem Erfolg. Bis zur Sai-son 1968/69, die bis dahin die erfolgreichste Saison des FC Freisen wurde. Mit 42:10 Punkten und 83:30 Toren gelang der Aufstieg in die zweite Amateurliga Ost.Eine goldene Generation stand in den Startlöchern.In den anschließenden Spielen um die Saarlandmeisterschaft der A-Klassenmeister wurden nach einem Sieg über den SV Wellesweiler die Sport-freunde aus Wehrden im Endspiel auf den Saarwiesen mit 4:1 besiegt.

Die glorreichen Siebziger

Die Mannschaft spielte in der zweiten Amateurliga Ost mit wechselndem Erfolg bis ins Spieljahr 1971/72, das dem Verein den bis Dato größten fußballerischen Erfolg bescherte. Mit 38:14 Punkten und 51:34 Toren schaffte die erste Mannschaft den Aufstieg in die erste Amateurliga Saar. In den Spielen um die Saarlandmeisterschaft der beiden Meister der zweiten Amateurligen ging das Heimspiel gegen Dillingen mit 0:4 verloren. Das Spiel fand in Oberkirchen statt, weil das Bruchwaldstadion im Jahr 1972 auf die heutigen Maße vergrößert wurde.Das Rückspiel in Dillingen endete 1:1.

In der ersten Amateurliga spielte unsere Mannschaft nach dem Weggang mehrerer Leistungsträger sehr unglücklich, so fehlte leider in der Endabrechnung nur ein Punkt zum Klassenerhalt. Die höchste Amateurklasse im Saarland konnte somit nur ein Jahr gehalten werden.In der zweiten Amateurliga musste zwangsläufig mit dem Neubau der ersten Mann-schaft begonnen werden. Dies hatte zur Folge, daß man von Beginn an unter Druck stand und ständig gegen den Abstieg zu kämpfen hatte, der leider schon in der Sai-son 1974/75 eintratAuch in der A-Klasse Nordsaar fand die Mannschaft im ersten Jahr nie den notwendi-gen Rhythmus und konnte sich erst Dank einer Leistungssteigerung gegen Ende der Saison vor dem Abstieg retten.

In der Folgezeit kam die Mannschaft über Mittelfeld-plätze nicht hinaus, bis im Spieljahr 1979/80 im Zusammenhang mit dem 60-jährigen Vereinsjubiläum wieder eine Meisterschaft gefeiert werden konnte. Nach vielen guten Spielen, vor allem in der Rückrunde, wurde die Mannschaft Meister der Bezirksliga Nord, der inzwischen umbenannten Kreisklasse A, und stieg in die ebenfalls inzwi-schen in die Landesliga Nord/Ost umbenannte Spielklasse auf.

In der ersten Amateurliga spielte unsere Mannschaft nach dem Weggang mehrerer Leistungsträger sehr unglücklich, so fehlte leider in der Endabrechnung nur ein Punkt zum Klassenerhalt. Die höchste Amateurklasse im Saarland konnte somit nur ein Jahr gehalten werden.In der zweiten Amateurliga musste zwangsläufig mit dem Neubau der ersten Mann-schaft begonnen werden. Dies hatte zur Folge, daß man von Beginn an unter Druck stand und ständig gegen den Abstieg zu kämpfen hatte, der leider schon in der Sai-son 1974/75 eintratAuch in der A-Klasse Nordsaar fand die Mannschaft im ersten Jahr nie den notwendi-gen Rhythmus und konnte sich erst Dank einer Leistungssteigerung gegen Ende der Saison vor dem Abstieg retten. In der Folgezeit kam die Mannschaft über Mittelfeld-plätze nicht hinaus, bis im Spieljahr 1979/80 im Zusammenhang mit dem 60-jährigen Vereinsjubiläum wieder eine Meisterschaft gefeiert werden konnte. Nach vielen guten Spielen, vor allem in der Rückrunde, wurde die Mannschaft Meister der Bezirksliga Nord, der inzwischen umbenannten Kreisklasse A, und stieg in die ebenfalls inzwi-schen in die Landesliga Nord/Ost umbenannte Spielklasse auf.Leider verließen nach dem Aufstieg wieder einige Leistungsträger den Verein. Es waren dies die Spieler Edwin Schmidt und Vinzenz Faber wegen Vereinswechsel und Hans Klos wegen Beendigung der aktiven Laufbahn.

Bei den Spielen um den Saarlandpokal im gleichen Jahr erfüllte die Mannschaft alle Erwartungen, indem sie in die zweite Pokalhauptrunde einzog, in der der Verbandsli-gist SV Hemmersdorf der Gegner war. Nach einer starken Leistung ging das Spiel unglücklich mit 2:3 verloren. Die Hoffnung die erste Hauptrunde im DFB-Pokal zu erreichen wurde somit nicht erfüllt.

Die achtziger Jahre / frühe 90-ziger

In der Saison 1980/81 konnte die Landesliga Nord/Ost durch eine hervorragende kämpferische Leistung mit dem 13.Platz gehalten werden. Nicht erwartet kam in der Spielzeit 1983/84 die Vizemeisterschaft und ebenso unerwartet der Abstieg in die Be-zirksliga Nord in der Saison 1984/85. Der Abstieg wurde in einem Entscheidungsspiel ermittelt, wo in Theley vor 1000 Zuschauern Teutonia Landsweiler-Reden den FC Freisen mit 1:0 besiegte.Der Abstieg trübte die Stimmung bei dem im gleichen Jahr durchgeführten 65-jährige Vereinsjubiläum. Die Mannschaft etablierte sich recht schnell in der neu-en Klasse und kam in der Saison 1994/95 zu einem beachtlichen 13. Tabellenplatz.

Foto: Meister 1993/94

V.l.n.r: 1. Vors. Becker W., Betreuer Alles H.G., Betreuer Müller U., Henn H.J., Klein D., Schmitt K., Brill M., Heinrich E., Heinrich M., Bolle S., Euler A., Becker M., Klos L., Becker M., Abt. Ltr. Kelle A., Monz J., Kneifel B., Girnus H., Schütz R., Schnur E., Masseur Loch R.

Nach dem Abstieg im Jahre 1985 war der zweite Platz in der darauffolgenden Saison ein unerwarteter Erfolg. In den nächsten Jahren wurden dann leider nur noch Plätze zwischen Platz 4 und 12 erreicht. Doch in der Saison 1992/93 ließ ein zweiter Platz hinter dem Aufsteiger SV Hofeld erkennen, daß eine neue goldene Generation in den Startlöchern stand. Im darauffolgenden Jahr war es dann schon soweit und der Wiederaufstieg in die Lan-desliga Nord/Ost war perfekt.

Foto: 2. Mannschaft Saison 1996/97

V.l.n.r: Recktenwald U., Schmitt P., Klos M., Laubenthal F., Orosz I., Schäfer P., Sch-mitt K., Euler A. ,Alles P., Wichmann C., Klein D., Schnur E., Schramm T., Becker G., Kleinbauer K., Becker M., Bur T., Zielinski M., Schad J., Schmidt H., Alles H.G.

m Jahr 1997 war nun endlich auch die Genehmigung zum Bau eines neuen Rasen-platzes da und die Bauarbeiten begannen noch im selben Jahr.Die Einweihung des neuen, endlich grünen Geläuf, fand am 20.05.1998 statt. Ein Spiel zwischen einer Kreisauswahl, mit vielen Freisener Spielern, und dem Bun-desligisten Karlsruher SC rundeten den ersehnten Einweihungstag ab.Sportlich lief es in den folgenden Jahren mal hervorragend mal weniger erfolgreich. So erlangten wir in der Spielzeit 1998/99 die Vizemeisterschaft in der Landesliga Nord/Ost und im Jahr 2001/02 einen hervorragenden 3. Platz und verpassten damit immer nur sehr knapp den Aufstieg in die damals höchste Spielklasse des Saarlan-des. Im darauffolgenden Jahr stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Am 21.03.2001 hatten wir im Achtelfinale des Saarlandpokals die Regionalliga Mann-schaft der SV Elversberg zu Gast. Durch Unbespielbarkeit unseres Rasenplatzes musste das Spiel auf dem Hartplatz in Haupersweiler ausgetragen werden. Das schmeckte den Profis gar nicht und so konnten wir sogar zur Halbzeit mit 1:0 in die Kabinen gehen. Die SVE stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Blamage und konnten durch zwei glückliche Tore im zweiten Abschnitt das Spiel doch noch für sich entscheiden.Unsere zweite Mannschaft machte es etwas besser und wurde in der Saison 1996/97 Meister der Kreisliga B und stieg in die Kreisliga A Schaumberg auf.

Nach der Saison 2003/04 gab es einen großen Einschnitt im sportlichen Bereich. Insgesamt 10 Spieler verließen den Verein, sodass die Spielerdecke besonders in der ersten Mannschaft bedenklich eng wurde. In der darauffolgenden Saison lan-dete die Mannschaft mit gerade einmal 17 Punkten auf dem vorletzten Tabellen-platz und stieg, so schien es nach dem letzten Spiel, in die Bezirksliga Nord ab. Doch durch ein Tor des Verbandsligisten VFB Theley in der dritten Minute der Nachspielzeit die damit selber die Klasse hielten, konnte der Abstieg verhindert werden.Die folgenden Spielzeiten waren von hartem Abstiegskampf geprägt was in der Sai-son 2007/08 in einem Entscheidungsspiel gegen den FC Uchtelfangen in Lands-weiler-Reden gipfelte.Das Spiel wurde nach hartem Kampf und großem Willen mit 2:1 gewonnen und ein weiteres Jahr Landesliga stand vor uns. Doch man merkte in dieser Mannschaft, die gespickt war mit jungen hungrigen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs, steckt ein großes Potential. In der folgenden Saison wurde ein beachtlicher 11. Ta-bellenplatz erreicht und wir verpassten nur knapp die Qualifikation für die neufor-mierte Verbandsliga.

Wie schon erwähnt steckte in dieser Mannschaft unglaubliches Potential was sie dann auch in unserem Jubiläumsjahr 2010 eindrucksvoll unter Beweis stellten. Mit 78 Punkten und einem Torverhältnis von 101:39 Toren wurden wir in diesem Jahr Meister der Landesliga Nord/Ost und stiegen somit in die Verbandsliga Saar auf. Die langen Jahre der Tristesse nach der letzten Meisterschaft waren endlich vorbei.Auch im Saarlandpokal gab es einen großen Achtungserfolg zu feiern. Zu Gast war die Regionalligamannschaft des SV Elversberg. Und wie schon vor zwölf Jahren konnten wir den hohen Favoriten gehörig ins Straucheln bringen. Vor 700 begeis-terten Zuschauern hatten wir die Profis am Rande einer Niederlage mussten uns aber am Ende doch mit 1:2 geschlagen geben.

Nach drei Jahren in der Verbandsliga Nord musste leider in der Saison 2013/2014 wie-der der schwere Gang in Richtung Landesliga Nord angetreten werden.Doch schon in der darauffolgenden Saison konnte unter dem neuen Trainergespann Christian Schübelin und Sebastian Schad der sofortige Wiederaufstieg perfekt ge-macht werden.Die Mannschaft wurde souverän mit 76 Punkten und 14 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Meister der Landesliga Nord. Zur Zeit spielt also unsere erste Mann-schaft mit gutem Erfolg in der Verbandsliga Nord/Ost.

Unsere Zweite verpasste leider im letzten Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga Nord! Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg musste man sich der SG Hirstein/Gehweiler mit 1:4 geschlagen geben.